Eolo ging am 5. Juni 2012 über die Regenbogenbrücke Weinend
Als ich die Nachricht von seinem Tod erhielt, war ich fassunglos und unheimlich traurig. Warum er, der doch schon so viel in seinem viel zu kurzen Leben leiden musste, bis dieser Traumhund das Glück hatte, seine Traumzuhause zu finden.
Leider währte das gemeinsame Glück nicht lange. Eolo erkrankte an einem botryoiden Rhabdomyosarkom. Das ist ein bösartiger, sehr schnell wachsender Tumor in der Blase. Seine Familie versuchte alles, um das Leben von Eolo zu retten, aber die Krankheit war leider stärker.
Ein kleiner Trost ist, dass Eolo in den wenigen Monaten bei seiner Familie sehr viele schöne Momente hatte und voller Lebensfreude vieles kennenlernen durfte.

EOLO
ist glücklich vermittelt Lächelnd


Rasse: Strubbeliger Mischling

Größe: ca. 45 cm

Farbe: schwarz-grau-weiß
Alter: geb. 2010
Kastriert: nein
Herkunft: Italien
Krankheiten: keine bekannt; künstliches Teil am Kiefer implantiert, Loch im Ohr (abgeheilt)
Mittelmeererkrankungen: Tests werden derzeit durchgeführt
Schutzgebühr: 290 Euro

Zirka 50 Schrotkugeln. Damit hat man versucht, Eolo zu töten. Einfach durchs Ohr in den Kopf geschossen. Was geht nur in solch einem Menschen vor, der einen noch nicht mal ein Jahr alten  Hund grundlos abknallen möchte? Eolo, der mittelgroße Mischling, hat den Anschlag überlebt. Schwerst verletzt. Er konnte sich kaum noch auf den Pfoten halten und das Ohr hatte ein handtellergroßes Loch. In diesem Zustand fiel Eolo am 11. Januar dieses Jahres Menschen auf, die so nett waren, die Tierschützer zu verständigen, die sich sofort um Eolo kümmerten.

 

Der Zustand von dem strubbeligen Wicht war sehr kritisch. Nicht nur, dass das Ohr nur noch aus einem Rand bestand, der Geruch war auch unerträglich. Als die Tierschützer das Ohr hochhoben, sahen sie das ganze schreckliche Ausmaß: Vom Ohr bis zur Schnauze ist das Fleisch in Nekrose und ein Teil der Haut, die eigentlich die Zähne bedeckt, fehlt.

 

Der arme Kerl wurde Eolo, nach dem Gott der Winde, getauft und sofort in die Tierklinik gebracht, in Narkose gelegt und die Wunde gereinigt. Außerdem erhielt Eolo Infusionen mit Schmerzmitteln. Das Röntgenbild brachte dann die Schrotkugeln zu Tage, den Grund der schweren Verletzungen.

 

Aber Eolo ist ein Kämpfer, ein unheimlich süßer noch dazu. Mit einem unbändigen Willen zu leben und keinesfalls aufzugeben! Trotz der starken Schmerzen, die er zweifelsohne hatte. Bereits am nächsten Tag hat er alleine getrunken und gefressen. An diesem und dem darauffolgenden Tag wurde das Gewebe erneut gereinigt und soweit nötig entfernt, die verletzten Stellen mit Salbe versorgt und bandagiert. Schmerzmittel und Koritson bekam Eolo weiterhin. Danach wurde die Schwere der Infektion und der Verletzungen bewertet und eine plastische Chirurgie in Betracht gezogen.

 

10 Tage lang erhielt Eolo eine moderne, biotechnologische Behandlung, um eine Erneuerung des Gewebes zu erreichen. Außerdem wurde an der Wange eine Operation (plastische Chirurgie) erfolgreich durchgeführt. Die Behandlung der Wunde dauerte dennoch an. Eolo ging es in all dieser Zeit relativ gut. Er war fröhlich, liebte alle Menschen, fraß mit großem Appetit und freundete sich mit den anderen Hundekumpels in der Klinik an.


Gut einen Monat später, Mitte Februar, ist die Wunde an der Wange gut verheilt und auch das Ohr heilt gut ab. Die Ärzte beschlossen in Absprache mit den Tierschützern vor Ort, auf eine Operation zu verzichten, bei der Eolo ein künstliche Stück Ohr eingesetzt worden wäre. So wird das Ohr von Eolo lebenslang ein Loch haben. Das Loch, das an den Versuch erinnern wird, ihn auf bestialische Weise umzubringen.

 

Aber es ist nur ein oberflächlicher Makel. Nichts, was diesem liebenswerten, drolligen und junghundtypisch frechen Hund etwas von seinem Charme nehmen würde. Eolo möchte endlich das Leben genießen und etwas anderes kennenlernen als den Klinikalltag und das Leben im Tierheimzwinger.

 

Natürlich fehlt ihm Erziehung und die neue Familie sollte keinesfalls in Versuchung geraten, Eolo aufgrund seiner Vorgeschichte zu bemitleiden oder zu betütteln. Denn natürlich kennt er noch nicht allzu viel und sollte behutsam alles kennenlernen, was ein Hund in seinem Alter normalerweise bereits kennt, wenn er von klein an in einer Familie lebte. Ob Stubenreinheit, Alleine bleiben, die wichtigsten Hörzeichen und einiges mehr.

 

Da Eolo mit Rüden und Hündinnen verträglich ist, wäre es natürlich schön, wenn er als Zweithund vermittelt werden könnte. Doch auch eine Familie, wo die Menschen sehr viel Zeit für ihn haben, wäre für ihn ein Gewinn. Ein Gewinn ist garantiert auch Eolo für seine Menschen, daran haben wir keinen Zweifel. Wir würden uns sehr wünschen, dass Eolo schnell einen Platz in einer Pflegefamilie findet oder ein dauerhaftes Zuhause, denn Ende April 2011 ist Eolo reisefertig und kann den Weg in eine glückliche Zukunft antreten.