Sonntag, 30. Juni 2013

Ich starte heute wieder zu einem Seminar in der Nähe von Frankfurt/Main und habe bei diversen Gruppen in Facebook angeboten, Hunde auf dem Weg dorthin mitzunehmen.

So kam es zum Kontakt einer Tierschützerin aus dem Ruhrgebiet, die für HELP4ANIMALS tätig ist. Drei Hunde dieser Tierschutzorganisation stammen aus Portugal und sind gestern in Süddeutschland gelandet sind und haben bei einer weiteren Tierschützerin zwischenübernachtet.

Diese 3 kleinen Schnuffs namens Bianca, Bobi und Susi werde ich heute in Nürnberg übernehmen und bis Frankfurt chauffieren, von wo aus sie weiter ins Ruhrgebiet zu ihren (Pflege-)Familien reisen.

Ich freue mich darauf, diese drei Hunde auf dem Weg ins Glück begleiten zu dürfen.


© D. Kirrbach-Busl - *klick für Originalgröße*

1. Juli 2013 - DER ALPTRAUM SCHLECHTHIN

Für die Seminarteilnehmer der Bildungsstätte in Eppstein - dort, wo Bobi der Tierschützerin entlaufen ist -, die aufgrund des Schriftzuges "italienische-hunde.de" auf meinem Auto hier auf die Seite klicken, schreibe ich die folgende Info: JA, ich suche nach einem Hund. Aber es ist nicht mein Hund und er ist auch nicht entlaufen, während er in meiner Obhut war.

Er ist  dem Mitglied der Tierschutzorga entlaufen, für die ich den Hund am Sonntag von Erlangen mit nach Eppstein genommen habe. Obwohl wir beide die gleiche Strecke zu fahren hatten und ich direkt nach Abfahrt in Tennenlohne meine Ankunftszeit genannt hatte und auch die gesamte Strecke nur um die 130 km/h gefahren bin, musste ich nach den 240 km sage und schreibe 1 Stunde (!) in Eppstein auf das Eintreffen der Tierschützer warten. Leider musste ich Susi aus der Box holen, die schon zuvor in der Box randalierte.

Jedenfalls wurde Bobi nach Ankunft der Tierschützer auch aus der Box geholt und trotz meiner Bitte, ihn mit einem Zughalsband zu sichern, sollte ihm ein Geschirr angelegt werden. Dass er dabei nicht ruhig hielt, war kein Wunder. Auch nicht, dass er das extreme Fixieren auf dem Boden höchst übel nahm und eine Person sehr und die andere weniger biss. Bobi war voll gestresst, hatte definitiv Todesangst und hatte ja auch schon während der Fahrt gebrochen, was aber den Leuten auch bekannt war. Ebenso, wie dass die Hunde während der Fahrt von Landshut bis Eppstein nichts zu trinken hatten, weil in den Boxen keine Näpfe befestigt waren. Jedenfalls war er weg - mit einem halb geschlossenem Geschirr am Körper :-((

Damit nicht genug. Als ob ein Hund, der in Panik entlaufen ist, nicht eh schon Angst genug hat, ließ die Frau, der er entlaufen war, auch noch ihre beiden viel zu übergewichtigen Bretonen hinterher rennen. Mitten in der Nacht schickte sie die Hunde immer und immer wieder direkt in den Wald - ohne jegliche Rücksicht auf den entlaufenen Hund oder auf Wildtiere. Selbst ihr anwesender Ehemann, der versuchte, seine stark blutenden Wunden zu versorgen, war von ihrem Vorhaben nicht angetan, konnte sie aber leider nicht abhalten. Sie war der felsenfesten Überzeugung, ihre Hündin sei in der Lage, den entlaufenen Hund wieder zurück zu bringen. Was soll man dazu noch sagen?

Und da ich - samt dem Team der Bildungsstätte, bei der ich derzeit an einem Seminar teilnehme - besorgt bin um den Hund, versuchen wir, ihn zu füttern und mit Wasser zu versorgen, bis die Tierschutzorga eintrifft, um sich um das Tier, für das sie verantwortlich ist, zu kümmern.

Der Hund heißt BOBI, ist kniehoch und hinkt. Er kam erst am Samstag per Flieger nach Deutschland, lebte zuvor aber bereits mehrere Monate in einer Pflegefamilie im Ursprungsland. Derzeit ist er scheu und läuft weg, wenn man sich ihm nähert. Aber er frisst abends hier auf dem Bildungsgelände und ich hoffe inständig, dass er bald wieder in Sicherheit ist.

Denn die Frau, der er entlaufen ist, hat erst mal keine Zeit, zurück zum Ort des Entlaufens zu kommen. Auch scheint sich sonst niemand für das Tier zu interessieren, obwohl ja angeblich ein Tierschutzverein für den Hund verantwortlich ist.

3. Juli 2013

Dank der sagenhaften, 12 Stunden dauernden Hilfe eines jungen Mannes, konnte Bobi heute Nacht eingefangen werden. Karsten/Carsten war mit der Hündin angereist, die zusammen mit Bobi im Ursprungsland auf der Straße gefunden worden war. Beide Hunde haben die letzten eineinhalb Jahre dort im Land bei einer Pflegefamilie gelebt, bevor Gina vor 14 Tagen bereits nach Deutschland reisen durfte.

Hut ab vor Carsten/Karsten, der von sich selbst sagt, dass er eigentlich noch gar keine Hundeerfahrung hat. Selten erlebt man einen Mann mit solch einem Händchen für Hunde, schon gar nicht für einen ängstlichen Hund, der entlaufen ist. Von hier aus daher ein herzliches Dankeschön an Dich, Carsten/Karsten! Denn außer Gina, die zuvor Linda hieß, haben sein natürlicher Umgang mit Bobi, seine Geduld und die unendliche Ruhe, die er ausstrahlte, diesen Erfolg herbeigeführt.

Ein Dank natürlich auch an die Mitarbeiter der Bildungsstätte hier in Eppstein, die mit mir um Bobi bangten und immer die Augen nach ihm offen hielten. Besonders natürlich an den Mitarbeiter, der in der Nacht anwesend war und den Eingangsbereich so öffnete, dass Bobi dank Gina dort hinein gelockt und letztlich dort auch gesichert werden konnte.

So, wie ich Gina und Bobi miteinander erlebt habe, würde ich mir wünschen, dass sie für immer zusammenbleiben dürfen. Zumindest aber, dass Bobi sehr schnell in Hände kommt, wo er das Trauma der Reise vergessen kann.

Was ich von vermeintlichen Tierschützer wie denen, die für Bobi verantwortlich sind, halte, brauche ich nicht weiter auszuführen. Auch, weil da noch mehr Dinge abliefen, die hier den Rahmen sprengen würden. Das sind jedoch genau die Leute, die den (Auslands-)Tierschutz in schlechtes Licht rücken, was bei solchen Geschichten - die vermeidbar wären!!! - auch verständlich ist.

1. April 2014

Heute, ziemlich genau 9 Monate nach der Aktion mit Bobi, wollte Frau Frau ASTRID N. , nach eigenen Worten die Besitzerin von Bobi, in das Gästebuch meiner Homepage schreiben.

Ich dachte noch, WOW, ein Dankeschön, aber weit gefehlt. Sie forderte mich auf, die Bilder von ihrem Bobi von der Seite zu nehmen, weil sie niemals die Erlaubnis dazu gegeben hatte, Bilder von ihm öffentlich ins Netz zu stellen. Ok, das muss sie auch nicht, außer, die Bilder sind von ihr. Weiter behauptet sie in ihrer Mail, dass die  Geschichte so, wie ich sie poste, nicht stimmt. Aha, eine Hellseherin ;-) ....

Das muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Ich fahre hren Hund. Ich kümme mich aufgrund der Dämlichkeit der Frau, die Bobi hat entlaufen lassen, um das entlaufene Tier. Ich helfe bei der Suche. Damit die Besitzerin von Bobi mir dann blöd kommt? Was bildet die sich eigentlich ein? Was um alles in der Welt sind das für Tierschützer???

Ich bin sauer über soviel Unverfrorenheit und entsprechend lautet die Antwort auf diesen geplanten Gästebucheintrag, den ich nach wie vor vorliegen habe, aber nicht zu Veröffentlichung freigebe. Denn ans Bein pinkeln lassen muss ich mir in meinem Gästebuch sicher nicht!

Meine Antwort-Mail:

Frau N.,
 
wie bitte??? Die Geschichte von Bobi war NICHT so, wie ich sie auf meiner Seite geschrieben habe??? WAREN SIE DABEI??? NEIN? ICH SCHON!!! Und eines kann ich Ihnen sagen: Das, was Sie auf meiner Seite lesen können, ist ein Bruchteil der Schrecklichkeiten, die in der Nacht des Entlaufens von Bobi geschehen sind. SIE als Besitzerin von Bobi sollten MIR und den Mitarbeitern der Bildungsstätte der BG in Eppstein dankbar sein, denn ob Bobi ohne unsere Hilfe hätte eingefangen hätte werden können, ist sehr fraglich.
 
Statt mich anzugreifen, wäre ein DANKESCHÖN angebracht, denn ICH bin während meiner Freizeit in einen Laden vor Ort gefahren, um für Bobi sämtliche Leckerein von Wurst über Käse und Fleischklößchen zu kaufen. Auf MEINE Kosten, denn MIR lag Bobi am Herzen. ICH Habe vor meinem Auto die Transportbox aufgestellt, Futter und Wasser bereitgestellt und für Bobi so einen Schlaf- und Futterplatz eingerichtet. In meiner Freizeit, denn ICH habe jede Pause mit der Suche nach Bobi verbracht. ICH wurde mitten in der Nacht (gegen 3 Uhr) von ARIANE K. geweckt (hatte am nächsten Tag eine Prüfung, die ich bestehen musste, denn ich war hier nicht zum Spaß, sondern zur beruflichen Weiterbildung!), weil sie vergessen hatte, etwas aus meinem Auto zu holen, was sie dort abgelegt hatte. 

Und DIE MITARBEITER DER BILDUNGSSTÄTTE haben ebenfalls während der gesamten Zeit mit Futterspenden und mit persönlichem Einsatz (Augen offenhalten und mir Bescheid geben, sobald Bobi gesichtet wurde), ihren Beitrag geleistet.

ALSO HALTEN SIE MAL SCHÖN DEN BALL FLACH, DENN SIE (!) WAREN WÄREN ALL DER ZEIT NICHT HIER VOR ORT. VON IHNEN WAR NICHTS ZU SEHEN, NICHTS ZU HÖREN UND ICH WÜSSTE NICHT, DASS SIE AUCH NUR IN IRGENDEINER FORM AN DER SICHERUNG VON BOBI HIER IN EPPSTEIN BETEILIGT WAREN!
 
Für MICH entstand zu KEINER ZEIT der Eindruck, dass ARIANE K. NICHT für den Verein tätig ist. Selbst HEUTE steht sie fast unmittelbar unter IHREM Namen auf der Homepage von HELP4ANIMALS e. V. beim Hund Dinky http://www.help4animals.de/hunde-von-unserem-partnerverein-apa/. SIE scheinen also noch immer mit dieser aus meiner Sicht verantwortungslosen Person zusammen zu arbeiten. Ob das für SIE spricht, lasse ich unkommentiert.
 
Letztlich trägt genau dieser Transport dazu bei, dass ICH nun keine Hunde von Fremdvereinen mehr mitnehme, denn das, was letztes Jahr mit Bobi geschah war ein absoluter Alptraum für mich und andere Personen. Und mein Mann und ich transportieren pro Jahr sehr viele Hunde. Mittlerweile - nach dem Alptraum hier in Eppstein - jedoch mit wesentlich höheren Sicherheitsanforderungen, denn ICH will NIE dafür verantwortlich sein, dass einem Hund das widerfährt, was Bobi widerfahren ist.
 
Ich habe seither mit großer Sorge die gesundheitliche Entwicklung von Bobi verfolgt und bin sicher, sein gesundheitlicher Leidensweg wäre nicht so schlimm, wenn er letztes Jahr NICHT entlaufen wäre. Ich würde mir sehr wünschen, dass seine Pfote endlich heilt und er auch aus gesundheitlicher Sicht unbeschwertes Leben führen kann.

Zufällig befinde ich mich just in diese Moment wieder hier in der Bildungsstätte und just heute Nachmittag hat mich der Chef der Bildungsstätte wieder nach Bobi erkundigt, denn er und sehr viele andere Menschen haben sich letztes Jahr um Bobi gesorgt und um ihn gebangt und viele davon haben beim späteren Seminaren nach ihm gefragt.
 
Doris Kirrbach-Busl

02.04.2014

Heute trafen gleich zwei Nachrichten von Astrid N. bei mir ein. Einmal erneut der Versuch, eine Nachricht in meinem Gästebuch zu hinterlassen und einmal sogar per Faceb... . Warum nicht einfach auf den "Antwort"-Button bei der Mail geklickt wurde, erschließt sich mir nicht, ist mir aber auch rechtschaffen egal.

Die beiden Nachrichten dienten einerseits der Selbstbeweihräucherung, wie toll man doch sei und was man alles für den armen Hund Bobi täte und andererseit waren sie der Versuch, H4A gut darstellen zu lassen. Wort für Wort, Satz für Satz zum Kopfschütteln. Die Rechtfertigung, warum die Person, die für das Entlaufen von Bobi noch immer auf der HP genannt ist, war auch dabei: Weil man selbst die HP nicht mehr bearbeitet.

Fassen wir zusammen:

Da ist ein Verein, der Hunde nach Deutschland holt. Aus meiner Sicht hat JEDER, ob Verein oder Privatperson, ab Übernahme die Verantwortung für das Tier. Und zwar bis zu dessen Tod. Wenn ich nicht 1000%ig sicher bin, dass ich eine anständige und sichere (!) Transportmöglichkeit für das Tier habe, MUSS ich eben eine andere Art des Transportes nehmen. Aber klar, das kostet unter Umständen eben Geld. Geiz ist geil, so spart man daran leider gerne . Nicht umsonst entlaufen gerade beim Transport und bei den Übergaben so viele Hunde. Dann entläuft da ein Hund und die Person, die daran Schuld hat, hat just erst mal keine Zeit, sich zu kümmern. Auch von den Vereins-Verantwortlichen bequemt sich niemand, zu dem Ort zu kommen und den Hund zu suchen, wo Bobi entlaufen ist. Nichts, nada, nothing, niente. So quasi: Naja, wenn wir ihn nicht finden, holen wir halt den nächsten. Gibt ja genug.

Und da fragt mich die Besitzerin von Bobi doch allen Ernstes, warum ich dem Verein gegenüber so negativ eingestellt bin? Dazu fällt mir nun schon gar nichts mehr ein. Obwohl, eigentlich fällt mir dazu sehr viel ein, aber allein die Frage bedeutet, dass meine Antwort ins Leere laufen würde, vergeudete Zeit wäre.

Ach ja, trotz ellenlanger Nachrichten war auch diesmal nicht ein Wort des Dankes dabei. Nicht an mich, nicht an das Team der Bildungsstätte der BG.

Armselig nenne ich das, einfach traurig und armselig.

Interessant jedoch die Info einer Freundin, die mich erreichte: Just in den letzten 3 Tagen haben sich 3 Leute in einem Hundeforum angemeldet. Person 1 wollte wissen, ob irgendwer Auskünftig zu H4A geben kann. Person zwei "aggineer" (Welch lustiger Zufall, wenn man weiß, wie die Besitzerin von Bobi heißt.) sprach sich in höchsten Tönen für den Verein aus und siehe da, es tauchte auch noch Person 3 auf, die ebenfalls direkt nach der Anmeldung im Forum Lobeshymnen auf den Verein postete und sogar noch einen Link zu dem Verein hinterließ. Die Verantwortlichen des Forums sind jedoch auch nicht blöd und so wurden die Beiträge wegen Verdachts auf versteckte Werbung gelöscht ;-)