Dienstag, 17. Juli 2012

Es gibt zwar weitere Meldungen über die Feuer auf Sardinien, aber mittlerweile eher über die neuen Feuer im Süden und der Mitte der Insel, so dass wir zuversichtlich sind, dass das Feuer südlich des Tierheims unter Kontrolle ist.

Montag, 16. Juli 2012

Wir begannen den Tag voller Vorfreude, denn heute in genau 2 Wochen soll Morando zu uns kommen.
Also haben wir gefrühstückt, den Hundels ihren obligatorischen Guten-Morgen-Keks gegeben, waren mit ihnen spazieren, haben die Vierbeiner gefüttert und sind zur Arbeit gegangen. Kurz darauf bekam Maximilian diese Pressemeldung auf den Schreibtisch und informierte mich natürlich sofort:

Quelle: DPA

Feuer breitet sich an Sardiniens Küste aus

Olbia (dpa) - Begünstigt von langen Wochen der Hitze und extremer Trockenheit breiten sich Feuer auf der italienischen Touristeninsel Sardinien immer mehr aus. Besonders betroffen ist die Region von San Teodore südlich von Olbia an der sardischen Nordostküste. Etwa 800 Menschen mussten dort am Sonntag aus mehreren Dörfen und Hotels vorden vorrückenden Flammen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuernzerstörte bereits zahlreiche Häuser, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Starker Mistralwind treibt die Flammen rasch voran, die Feuerwehren waren auch in der Nacht zum Montag im Dauereinsatz.

Quelle: DPA

Na prima Stirnrunzelnd

Das ist vielleicht so 20-25 km vom Tierheim entfernt. Und so ein Feuer kann sich rasch ausbreiten. Wir sind in Sorge um unseren Morando und auch um die anderen 750 Hunde im Tierheim. Denn seien wir ehrlich: Wen interessieren die Hunde dort denn? Doch einzig die Tierschützer, die aber bei einem Feuer auch recht machtlos sind.

Kurz vor 15 Uhr kam dann erneut eine Meldung und zwar diese:


Feuer wütet auf Sardinien und vertreibt 800 Menschen

Wochenlanger Sonnenschein versengt Italien und bringt extreme Trockenheit. Mitten in der Urlaubssaison kämpfen Feuerwehrleute gegen Brände. Vor allem Sardinien ist betroffen.

Olbia (dpa) - Der Feuersturm auf Sardinien breitet sich rasend schnell aus. Ein heißer Mistralwind facht den wilden Waldbrand auf der italienischen Urlaubsinsel immer wieder an. In kurzer Zeit äscherten die Flammen mehrere hundert Hektar Buschwald ein, zerstörten viele Häuser und vertrieben etwa 800 Menschen aus ihren Dörfern und Hotels.

Auf den Brand, der am Sonntag in der zweiten Tageshälfte die Nordostküste Sardinien bei San Teodore erfasst hatte, folgte ein Streit um die Verantwortung für das Ausmaß des Feuers. Die von der Feuersbrunst heimgesuchte Provinz Olbia-Tempio hat einen Krisenstatus beantragt, von dem sie sich Hilfe von außen erhofft. Die Feuerwehren setzten derweil auf günstigeren Wind. «Wir können das Feuer nicht mit bloßen Händen bekämpfen», sagte der Umweltverantwortliche der Provinz, Pietro Carzedda, am Montag. Er kritisierte damit den nationalen italienischen Zivilschutz, weil dieser in der Vergangenheit Löschflugzeuge von Olbia abgezogen habe.

Die am Nachmittag herbeigerufene Hilfe sei viel zu spät eingetroffen. «Es ist ein wirkliches Wunder, dass es keine Toten gegeben hat», sagte Carzedda, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Begünstigt von langen Wochen hochsommerlicher Hitze und extremer Trockenheit hatten sich Feuer auf Sardinien am Wochenende immer mehr ausgebreitet. Menschen flüchteten vor Angst. Mehrere Straßen wurden gesperrt - an den Straßenrändern züngelten Flammen haushoch, wie Fernsehbilder zeigten. Der Mistralwind trieb die Flammen rasch voran, Feuerwehren und Zivilschutz waren in der Nacht und am Montag noch zusammen mit Löschflugzeugen und Helikoptern im Einsatz.

A
m Sonntagabend wurden in Badualga fünf Einsatzkräfte verletzt, als ein Tank explodierte. Unter den verletzten war auch Olbias Zivilschutzchef Giuseppe Budroni. Er erlitt schwerere Brandverletzungen, berichteten Medien. Als der Wind auch an anderen Küstenabschnitten Sardiniens die Feuer anfachte und verbreitete, schlug der Zivilschutz der Insel am Sonntag Alarm wegen «erhöhter Gefahr». Das ist die höchste Stufe auf der Gefahrenskala für Brände. «Damit ist jetzt auch die Zeit der Pyromanen wieder gekommen», meinte die Turiner Tageszeitung «La Stampa» am Montag, weil Brände im Sommer häufig gelegt werden. 

Sardinien ist am schlimmsten betroffen, aber auch in anderen Teilen Italiens wüten immer wieder Brände. Vor allem im Süden und auf den größeren Inseln brachen am Wochenende in  knochentrockener Natur Feuer aus. Größere Brände hielten am Wochenende etwa bei Trapani auf Sizilien, im apulischen Gargano-Gebiet und im kampanischen Benevento die Löschkolonnen auf Trab. Bei weit mehr als 30 Bränden mussten Löschflugzeuge und Helikopter eingesetzt werden, berichteten Medien. Waldarbeiter,
Feuerwehren und Zivilschutz seien pausenlos im Einsatz.

Quelle: DPA

Logischer Weise haben wir den restlichen Tag die Nachrichten verfolgt. Denn wäre es schlimmer geworden, hätten wir uns ins Auto gesetzt und wären nach Sardinien gefahren.
Doch bislang blieb es ruhig und es kamen keine weiteren Schreckensmeldungen.

Der Vorteil des Tierheims der LIDA OLBIA ist, dass es direkt beim Flughafen in einem Industriegebiet liegt und natürlich im schlimmsten Fall versucht würde, den Flughafen zu schützen, was - so unsere Hoffnung - auch dem Tierheim zu Gute käme.

Dennoch: Die Vorstellung, dass die Tiere den Rauch merken und die Gefahr spüren, macht uns traurig. Denn diese Tiere haben maximal eine Hütte und andere Hundekumpel, die ihnen ein klein wenig Sicherheit geben können. Wie gut geht es dagegen unseren Hunden, die in solch einem Fall uns, ihre Menschen haben.

Die Sorge bleibt, bis wir hören, dass es Entwarnung gibt. Wenn Morando doch nur schon bei uns wäre *seufz*.

Italienische Hunde [-cartcount]