Morando im Glück Lächelnd

Um 2 Uhr morgens waren wir daheim, dann ging es von der Garage in den Garten. Den durfte Morando in aller Ruhe erkunden und seine Geschäfte erledigen, erst dann kamen nach und nach Zampa und Mila zu ihm. Kira blieb im Haus und so traf Morando dort auch sie. Das Zusammentreffen verlief problemlos, wobei Zampa ja mit in München war und sie und Morando sich schon auf dem Heimweg von Box zu Box beschnüffeln konnten. Um 3 Uhr gingen wir ins Haus. Morando hat sich eine der Stoffhöhlen ausgesucht und dort geschlafen (nachdem er zweimal den Sessel markierte *g*).

Bis kurz vor 6 Uhr hat Morando geschlafen und danach ging er gleich in den Garten. Morando kam tagsüber nicht ins Haus, er lag im Garten, markierte mal hier, mal da, kuschelte sich in eine von Zampa und Mila gegrabene Mulde unter dem Busch oder guckte aufs Nachbargrundstück, weil da Landschaftsgärtner zu gangen sind. Zum Schlafen jedoch verzog er sich unter die zugewucherten Büsche, so dass man ihn von außen gar nicht sehen konnte und er vollkommen ungestört war. Da das Wetter ok war, konnte er auch gerne draußen bleiben.

Ich ging ab und an zu ihm raus, legte mich in seine Nähe und wartete geduldig, bis er laaangsam Stück für Stück näher kam und sein Futter aus meiner Hand zu fressen. So konnte ich ihm auch problemlos das Sicherheitsgeschirr für den am Abend anstehenden Arztbesuch anlegen, damit wir direkt vor der Abfahrt keinen Stress haben. Als er das Geschirr anhatte, ließ sich Morando ausgiebig von mir kraulen. Er hat das gleiche borstige Fell, das Diana hatte *seufz*.

Morando ist unheimlich vorsichtig, wenn er Futter aus der Hand nimmt. Nur bei dem kleinen Stück getrockneten Entenhals ist er vor seiner eigenen Courage erschrocken, hat den Hals losgelassen und ist drei Schritte rückwärts getappst. Kam danach aber gleich wieder. Er scheint auch nicht futterneidisch zu sein, denn Mila und er fraßen nebeneinander aus meiner Hand. Also mal bekam er ein Stück und mal sie.

Dann fuhren wir zum Tierarzt. Morando ließ sich von mir vom Garten durchs Haus ins Auto tragen, dann vom Auto ins Wartezimmer, vom Wartezimmer ins Behandlungszimmer und als wir fertig waren, auch den gesamten Weg zurück J. Im Wartezimmer stellte ich Morando erst mal auf die Waage. Unser Rüde hat stolze 17 kg. Die passen durchaus, nur braucht er halt viel mehr Muskulatur. Aber das kriegen wir schon.

Beim Tierarzt selbst war Morando klasse und total ruhig. Er stand auf dem Behandlungstisch, Rute nur leicht eingeklemmt. Ließ sich in die fast sauberen Ohren gucken, die relativ sauberen Zähne anschauen und ins Maul gucken. Temperatur war mit 38.9 Grad im grünen Bereich. Als ich den schwierigen Kotabsatz ansprach, tastete unser Tierarzt den Darm von Morando ab und meinte, dass der schon – soweit er es durch Tasten erkennen kann – gut gefüllt sei.

Herz klingt auch normal. Das Einzige ist der Schmuddel im Fell. Sieht aus wie Flohkot und doch irgendwie größer. Jedenfalls lebt nichts *g* und wir werden Morando noch ein Advocate aufs Fell träufeln. Paraffin-Öl haben wir mitbekommen, damit der Stuhlgang sich normalisiert hat. Denn Fressen tut Morando gerne *g*.

Kaum vom Tierarzt zurück, war Morando im Garten und wir dachten, dort will er noch bleiben. Aber von wegen. Plötzlich stand er außen an der Pendelklappe und wollte rein. Also hat Maximilian sich hingekniet, mit einer Hand die Pendelklappe hochgehalten und mit vieeeeeel Geduld und einigen Leckerlis konnte er Morando überzeugen, ins Haus zu kommen. Dort legte er sich in die Stoffbox an der Terrassentüre und die Äuglein fielen zu.

So haben wir nicht mehr versucht, ihn zu einem Spaziergang zu bewegen. Der Tag war anstrengend genug. Morando blieb also allein, während ich mit Zampa und Kira spazieren war und Maximilian mit Mila in die Hundeschule fuhr. Als wir nach einer Stunde zurückkamen, lag Morando in der anderen Höhle und schlief. Als es Futter gab, kam er nochmal kurz aus der Box raus um gleich danach wieder darin zu verschwinden und sich zur Nachtruhe zu begeben.

Autofahren ist für unseren Jäger auch kein Problem. Er ist ruhig und verträgt das Fahren auch *freu*.

Wir sind wirklich glücklich, dass Morando bei uns ist und sind sehr zuversichtlich, dass bald genau der Schelm zutage kommt, der schon immer aus seinen Augen blitzte.

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